Baumbestattung München: Baumgräber auf Friedhöfen und Wälder im Umland

Eine Baumbestattung in München ist die Beisetzung einer Urne am Wurzelwerk eines Baumes. Die Stadt bietet sie auf mehreren städtischen Friedhöfen an. Wer nach einem Friedwald bei München sucht, findet außerdem Bestattungswälder im Umland. Wir sind ein Vermittlungsdienst und kein Bestattungsunternehmen und vermitteln Ihnen kostenfrei ein Bestattungsunternehmen aus München.

Stand der Gebühren: Friedhofsgebührensatzung vom 27.05.2024, in Kraft seit 01.07.2024. Zuletzt geprüft am .

Was ist eine Baumbestattung?

Die Baumbestattung ist eine Form der Urnenbeisetzung. Vorher wird die verstorbene Person eingeäschert, in München im städtischen Krematorium München mit Urnenfriedhof am Ostfriedhof. Die Asche kommt in eine verrottbare Urne, die am Wurzelwerk eines Baumes beigesetzt wird. Statt eines klassischen Grabes mit Grabstein und Bepflanzung erinnert der Baum an die verstorbene Person.

Rechtlich gehört die Baumbestattung zur Feuerbestattung. Mehr über Einäscherung und Fristen lesen Sie unter Feuerbestattung in München.

Städtische Baumgräber in München

Die Stadt bietet die Bestattung unter Bäumen auf diesen Friedhöfen an:

  • Waldfriedhof
  • Neuer Südfriedhof
  • Waldfriedhof Solln (nur mit Wohnsitz im Bestattungsbezirk)
  • Friedhof Obermenzing

Eigene Seiten mit Grabarten, Trauerhallen und Anfahrt haben wir für den Waldfriedhof und den Neuen Südfriedhof.

Regeln der Stadt

Die Urne muss verrottbar sein und wird am Wurzelwerk beigesetzt. In der Regel finden bis zu acht Urnen an einem Baum Platz. Die Nutzung läuft mindestens 25 Jahre, der Erwerb ist erst im Sterbefall möglich. Auf Wunsch wird eine Plakette am Stamm angebracht. Grabschmuck und Kerzen sind nicht erlaubt.

Weil der Erwerb erst im Sterbefall möglich ist, kann ein Platz unter einem Baum nicht zu Lebzeiten reserviert werden. Wer die Baumbestattung für sich wünscht, kann den Wunsch aber schriftlich festhalten, damit die Angehörigen später Bescheid wissen. Kein Grabschmuck und keine Kerzen bedeutet auch: Der Ort bleibt naturnah, Blumen oder Lichter am Baum sind nicht vorgesehen.

Gebühren für die Baumbestattung

Die Friedhofsgebührensatzung nennt für die Grabnutzung unter Bäumen folgende Beträge je Jahr:

  • Urne unter Bäumen, Familienbaum: 562 € je Jahr
  • Urne unter Bäumen, Gemeinschaftsbaum: 167 € je Jahr

Die Grabnutzung wird für die gesamte Nutzungszeit im Voraus erhoben. Bei der Mindestnutzung von 25 Jahren ergibt sich nach unserer Rechnung eine Grabnutzung von 14.050 € für einen Familienbaum und 4.175 € für einen Platz am Gemeinschaftsbaum. Hinzu kommen die Einäscherung im Krematorium mit 486 € und die Urnenbeisetzung mit 588 €, auf Wunsch eine Urnentrauerfeier mit 171 €.

Diese Rechnung ist keine Preiszusage. Die Leistungen des Bestattungsunternehmens sind nicht enthalten. Einen Überblick über alle Posten finden Sie unter Bestattungskosten in München.

Alternative auf dem Westfriedhof

Am Westfriedhof gibt es Urnengräber um gestaltete Stelen in Rasenbereichen mit einzelnen Bäumen. Die Nutzung läuft mindestens 15 Jahre, der Erwerb ist schon zu Lebzeiten möglich.

Mehr über die Grabarten lesen Sie auf der Seite zum Westfriedhof.

Friedwald München: Bestattungswälder im Umland

Wer einen Friedwald in München sucht, sollte wissen: In der Stadt selbst gibt es die Baumbestattung auf den städtischen Friedhöfen. Bestattungswälder, in denen die Urne in einem Wald außerhalb eines klassischen Friedhofs beigesetzt wird, liegen im Umland. Die folgende Tabelle nennt einige davon mit der Entfernung in Luftlinie ab dem Marienplatz:

BestattungswaldOrtLuftlinie
Waldruh AmperlandRöhrmoos, Landkreis Dachau21,7 km
Waldruh MammendorfMammendorf, Landkreis Fürstenfeldbruck30,5 km
Naturfriedhof AmmerseeGreifenberg (Ortsteil Painhofen), Landkreis Landsberg am Lech36,0 km
Waldruh KronwinklEching bei Landshut52,8 km

Regeln, Gebühren und Ruhezeiten legt jeder Bestattungswald selbst fest. Informieren Sie sich direkt beim Träger oder lassen Sie das vom Bestattungsunternehmen klären. Die Entfernung in Luftlinie sagt nichts über die tatsächliche Fahrzeit aus.

Städtischer Friedhof oder Bestattungswald?

Beide Formen haben gemeinsam, dass die Urne an einem Baum beigesetzt wird. Sie unterscheiden sich aber in einigen Punkten, die Sie bei der Entscheidung bedenken sollten.

Lage und Erreichbarkeit

Die städtischen Baumgräber liegen auf Friedhöfen im Stadtgebiet. Der Waldfriedhof liegt im Stadtbezirk Hadern, der Neue Südfriedhof in Ramersdorf-Perlach. Beide sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, die Verbindungen finden Sie auf den Seiten der Friedhöfe. Die Bestattungswälder im Umland liegen nach der Tabelle oben zwischen 21,7 km und 52,8 km Luftlinie vom Marienplatz entfernt. Für regelmäßige Besuche spielt die Anfahrt eine Rolle, gerade für ältere Angehörige.

Gebühren und Regeln

Für die städtischen Baumgräber gelten die Friedhofssatzung und die Friedhofsgebührensatzung der Landeshauptstadt München. Die Beträge je Jahr und die Mindestnutzung sind dort festgelegt. Bestattungswälder haben eigene Preise und Regeln, die Sie beim jeweiligen Träger erfragen.

Trauerfeier

Auf den städtischen Friedhöfen kann vor der Beisetzung eine Urnentrauerfeier stattfinden. Wie eine Feier im Bestattungswald abläuft, klärt das Bestattungsunternehmen mit dem Träger des Waldes.

Sprechen Sie in der Familie offen darüber, welche Punkte Ihnen wichtig sind. Das Bestattungsunternehmen kann Ihnen bei der Abwägung helfen und die Unterlagen für beide Wege vorbereiten.

Was rechtlich gilt

Eine Verstreuung der Asche sieht das bayerische Recht nicht vor. Beisetzungen außerhalb von Friedhöfen brauchen eine Genehmigung (Art. 12 Abs. 1 BestG). Eine Seebestattung ist zu genehmigen, wenn sie nachweislich dem Willen des Verstorbenen entspricht.

Die Urne muss spätestens drei Monate nach der Einäscherung beigesetzt werden (§ 19 Abs. 4 BestV). Die Urne darf in Bayern nicht mit nach Hause genommen werden: Die Asche darf nur an den Friedhofsträger oder ein beauftragtes Bestattungsunternehmen herausgegeben werden, eine Weitergabe an Hinterbliebene ist unzulässig (§ 28 Abs. 1 BestV).

Die Feuerbestattung muss dem Willen des Verstorbenen entsprechen (§ 17 Abs. 1 Nr. 4 und Abs. 2 BestV). Streiten gleichrangige Angehörige, ist bis zur Entscheidung des Gerichts nur die Erdbestattung zulässig (§ 17 Abs. 3 BestV).

Ablauf einer Baumbestattung

  1. Das Bestattungsunternehmen holt die verstorbene Person ab und bespricht mit Ihnen den Wunsch nach einer Baumbestattung.
  2. Im Krematorium München finden die zweite Leichenschau und die Einäscherung statt.
  3. Das Bestattungsunternehmen stimmt mit der Friedhofsverwaltung oder dem Bestattungswald einen Platz und den Termin ab.
  4. Die verrottbare Urne wird am Baum beigesetzt, auf Wunsch mit einer Feier.

Wer sich nicht sofort festlegen möchte, kann Baumbestattung, Urnengrab und Seebestattung in Ruhe vergleichen. Mehr dazu unter Seebestattung ab München und in der Übersicht Friedhöfe in München.

Lassen Sie sich bei der Wahl Zeit. Bis zur Beisetzung der Urne bleiben nach der Einäscherung bis zu drei Monate, sodass Sie Friedhof oder Bestattungswald in Ruhe besichtigen können. Das Bestattungsunternehmen kann Termine dafür vorschlagen und Ihnen sagen, welche Unterlagen der Träger für die Vergabe eines Platzes verlangt.

Baumbestattung in Ihrem Stadtbezirk

Häufige Fragen zur Baumbestattung in München

Wo ist eine Baumbestattung in München möglich?

Die Bestattung unter Bäumen gibt es auf diesen städtischen Friedhöfen: Waldfriedhof, Neuer Südfriedhof, Waldfriedhof Solln (nur mit Wohnsitz im Bestattungsbezirk), Friedhof Obermenzing. Dazu kommen Bestattungswälder im Umland, etwa Waldruh Amperland, Waldruh Mammendorf, Naturfriedhof Ammersee, Waldruh Kronwinkl.

Was kostet ein Baumgrab auf einem städtischen Friedhof?

Die Friedhofsgebührensatzung nennt je Jahr 562 € für einen Familienbaum und 167 € für einen Platz an einem Gemeinschaftsbaum. Die Nutzung läuft mindestens 25 Jahre. Einäscherung, Urnenbeisetzung und die Leistungen des Bestattungsunternehmens kommen hinzu.

Welche Regeln gelten für die Baumbestattung?

Verrottbare Urne am Wurzelwerk, in der Regel bis zu acht Urnen pro Baum, Nutzung mindestens 25 Jahre, Erwerb erst im Sterbefall, auf Wunsch Plakette am Stamm, kein Grabschmuck und keine Kerzen.

Gibt es einen Friedwald in München?

In der Stadt selbst bietet München die Bestattung unter Bäumen auf diesen städtischen Friedhöfen an: Waldfriedhof, Neuer Südfriedhof, Waldfriedhof Solln (nur mit Wohnsitz im Bestattungsbezirk), Friedhof Obermenzing. Bestattungswälder liegen im Umland, zum Beispiel in Röhrmoos, Mammendorf, Greifenberg und Eching bei Landshut.

Darf die Asche im Wald verstreut werden?

Eine Verstreuung der Asche sieht das bayerische Recht nicht vor. Beisetzungen außerhalb von Friedhöfen brauchen eine Genehmigung (Art. 12 Abs. 1 BestG). Eine Seebestattung ist zu genehmigen, wenn sie nachweislich dem Willen des Verstorbenen entspricht.

Baumbestattung in München anfragen

Senden Sie uns Ihre Anfrage. Wir vermitteln Ihnen kostenfrei ein Bestattungsunternehmen aus München, das die Baumbestattung mit Ihnen bespricht und die Abstimmung mit Friedhof oder Bestattungswald übernimmt.

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Hinweis: Bestatter München ist ein Vermittlungsangebot und selbst kein Bestattungsunternehmen. Die Vermittlung ist für Angehörige kostenfrei.

Quellen

Alle Angaben ohne Gewähr. Bestatter München ist ein Vermittlungsangebot und kein Bestattungsunternehmen.

Über diesen Ratgeber

Redaktion: Premium Lead GmbH. Verantwortlich für den Inhalt: Peter Probst (Geschäftsführer).

Quellen: Friedhofssatzung der Landeshauptstadt München vom 02.12.2021, gültig seit 21.12.2021, Friedhofsgebührensatzung der Landeshauptstadt München vom 27.05.2024, in Kraft seit 01.07.2024, Bayerisches Bestattungsgesetz (BestG), Bayerische Bestattungsverordnung (BestV)

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